Schriftausstellung

Sprüche und Zitate

„O wie schwer ist doch die Schreibkunst: sie ermüdet die Augen, bricht die Seele und schwächt alle Glieder. Drei Finger schreiben, aber der ganze Körper leidet.“

— Randnotiz auf einem Schriftstück des 8. Jahrhunderts

Theodulf von Orléans sagte über die Nutzung vorchristlicher Texte: „Wenn auch in ihren Worten viel Nichtsnutziges aufscheint, noch mehr ist an Wahrheit unter dem täuschenden Kleide verborgen.“ — Mit anderen Worten: Die alten Texte wurden christlich umgedeutet.

„Um nichts zu vergessen, habe ich mir alles aufgeschrieben! Leider habe ich vergessen wohin …“ — Verfasser unbekannt.

Graffiti, gefunden in Pompeji, erzählen vom Alltag der Antike — von Liebesgrüßen, Beschimpfungen und kleinen Sprüchen, die sich Menschen vor zweitausend Jahren an die Wände kritzelten.

Und schließlich Blaise Pascal (1623–1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung — auch von ihm sind viele Notizen und Gedanken überliefert, die ohne das Schreiben verloren wären.