Schriftausstellung

Sonderalphabete

Wenn das gewöhnliche Alphabet nicht ausreicht, entstehen Sonderschriften: Punkte und Striche für die Telegrafie, Kurzzeichen für den schnellen Mitschrieb, Q-Gruppen für die Funkpraxis. Schriften, die Sprache komprimieren oder über große Entfernungen tragen.

Nach der ersten erfolgreichen transatlantischen Telegrafie war die Entwicklung einer Funksprache folgerichtig. Im 2. Weltkrieg entstanden die Q-Gruppen — eine Kurznachrichtenvariante, die bis heute im Notfunk Bestand hat.

Um gesprochene Sprache direkt mitschreiben zu können, war es notwendig, Wörter und Buchstabenkombinationen durch grafische Kürzel zu ersetzen. So entstanden die Kurzschriften oder Stenografien — eigene Notationssysteme für eine eigene Aufgabe.

Zeichen jenseits des Alphabets

Punkte, Striche und Kürzel

Tafel mit dem Morsealphabet

Ab 1837

Das Morsealphabet

Samuel Morse und Alfred Vail übersetzten das lateinische Alphabet in eine Reihenfolge aus kurzen und langen Signalen. Ob als elektrischer Impuls, Lichtblitz oder Klopfzeichen — das Morsealphabet ermöglichte erstmals die Übertragung von Sprache über fast jede Entfernung.

Historische Stenografie von Horstig, 1797

Um 1797

Stenografie

Schon im 18. Jahrhundert entwickelte Horstig ein Schnellschreibsystem für die deutsche Sprache. Spätere Kurzschriften wie Stolze-Schrey oder die Deutsche Einheitskurzschrift komprimieren Wörter zu eleganten Schleifen — schnell genug, um gesprochene Rede in Echtzeit zu Papier zu bringen.