Die Maya-Schrift ist die am besten erforschte indigene Schrift Amerikas — eine komplexe Verbindung aus Logogrammen und Silbenzeichen, gemeißelt in Stein und gemalt in Codices. Die aztekischen Bildhandschriften erzählten Geschichte, Tribut und Rituale in farbigen Szenen mit Lautandeutungen. Die Inka wählten einen anderen Weg: Ihre Quipus verwendeten Knoten an Schnüren als Aufzeichnungssystem für Zahlen und Erzählungen.
Mit den Konquistadoren kam das lateinische Alphabet — und mit ihm wurden viele indigene Sprachen erstmals nach europäischem Muster verschriftlicht. Heute leben beide Erbschaften nebeneinander.
