Schriftausstellung

Arabische Ornamentik

Die arabische Schrift ist eng mit dem Islam verbunden. Da der Koran bildliche Darstellungen untersagt, wurden in religiösen Texten die Schriftzeichen selbst zum Ornament — die Kalligraphie erlangte so höchsten Wert und größte Anerkennung.

Wo Bilder fehlen, übernimmt die Schrift ihre Aufgabe: Sie schmückt, lehrt und erinnert. Verse aus dem Koran, fromme Sprüche und Suren werden in immer neuen Variationen verwoben — auf Pergament, in Stein, auf Stoff und in Holz. Aus Buchstaben werden Ranken, aus Worten ganze Gärten.

Schrift wird Bild

Vom Gebet zum Ornament

Gebetsteppich mit kalligraphischen Mustern

Gebetsteppich

Worte unter den Füßen

Wer den Gebetsteppich ausrollt, breitet ein ganzes Werk der Schrift vor sich aus. Rahmen, Mihrāb und Bordüren tragen Verse und Segenswünsche — fein gewebt, vielfach gespiegelt, aus der Ferne wie ein abstraktes Muster, aus der Nähe lesbar wie ein Buch.

Ausschnitt aus der Sure 27, der Sure von der Ameise

Sure 27 — Die Ameise

Verse, kunstvoll verschlungen

Ein Ausschnitt aus der Sure von der Ameise zeigt, wie sich Inhalt und Form in der arabischen Kalligraphie verbinden. Diakritische Punkte, Bögen und Schwünge sind keine Beigabe — sie sind das Bild selbst, das den Vers in eine Andachtsform überführt.