Schriftausstellung

Ostasien

Von der Kaiserlichen Kanzlei bis zum Reisbauern am Yangtse: Ostasien hat über drei Jahrtausende eine eigene Schriftwelt geprägt. Aus Orakelknochen wurden Pinselzeichen, aus Pinselzeichen ein gemeinsames Erbe für China, Japan, Korea und Vietnam.

Während im Westen Buchstaben Laute abbilden, stehen die ostasiatischen Zeichen für ganze Begriffe und Bedeutungen. Über Jahrhunderte wanderten sie mit Mönchen, Beamten und Händlern entlang der Seidenstraße — und wurden in jeder Sprache neu ausgesprochen, ohne ihre Form zu verlieren. Japanische Kana, koreanisches Hangul und das vietnamesische Chữ Nôm sind Antworten auf dieselbe Frage: Wie viel von der eigenen Sprache passt in chinesische Zeichen?

Eine Region, viele Schriften

Zeichen zwischen Kontinent und Insel

Karte und Schriftproben aus Ostasien

China bis Japan

Pinsel, Papier und Tradition

Die Karte zeigt die Reichweite chinesischer Schrift und ihrer Nachbarn. Tusche auf Reispapier, Pinsel im Bambusrohr — die Werkzeuge haben sich kaum verändert. Aus dem Zeichen für „Berg“ wurde nie nur ein Symbol; es blieb auch Bild.