Die indischen Schriften sind sogenannte Abugidas: jedes Zeichen steht grundsätzlich für eine Silbe aus Konsonant und einem inhärenten Vokal. Andere Vokale werden durch kleine Zusatzzeichen oberhalb, unterhalb oder seitlich des Buchstabens markiert — eine elegante, kompakte Lösung.
Aus der gemeinsamen Brahmi-Wurzel entwickelten sich Devanagari für Sanskrit und Hindi, Bengalisch, Gujarati, Tamil, Telugu, Kannada und viele weitere Schriften. Sie alle wirken auf den ersten Blick verschieden — und folgen doch demselben Bauplan.
