So oder so ähnlich hätte eine Urkunde damals aussehen können. Das hier gezeigte Schreiben entstand 2016 auf der Wachsenburg und erhebt den Gaukler Laut’nHals in den Stand eines Diplom-Dummschwätzers. Der Schreiber, Michael Jacob Ritter de Fisch, war einer der wenigen, die diese alte Schrift ohne Linien mit einer Gänsefeder zu Papier bringen konnten.
Der althochdeutsche Tatian (St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 56) ist die erste bekannte Übersetzung der Evangelien in die deutsche Sprache. Vorlage war die in Latein geschriebene Evangelienharmonie des Tatianus aus dem 2. Jh.
Viele andere bekannte deutschsprachige Texte wurden lediglich an den Rand oder sogar auf die Rückseite anderer Texte geschrieben. Das bekannteste Beispiel ist wohl das Hildebrandlied — auf der Vorderseite des ersten und der Rückseite des letzten Blattes eines codex von ca. 830, der ansonsten lateinische Texte enthält. Aus Platzmangel ist es nur unvollständig überliefert.



