Mit der Erfindung des Buchdrucks um 1450 vervielfacht sich Schrift — und mit ihr die Reichweite einer Sprache, die noch im Werden ist. Luthers Bibelübersetzung von 1522 wird zum Maßstab für eine ostmitteldeutsche Form, die nach und nach Kanzleien und Druckereien des ganzen Sprachraums prägt.
Über die Jahrhunderte ordnen sich Wortschatz, Grammatik und Rechtschreibung. Aus regionaler Vielfalt wächst eine Schriftsprache, die in Bibeln, Flugblättern und Lehrbüchern für alle nachlesbar wird.