Schriftausstellung

Nordisch bis 900

Die Ogham-Schrift ist für Irland und Schottland belegt. Sie diente vor allem dazu, auf Grenzsteinen einen Besitzanspruch geltend zu machen, und wurde bis etwa 800 n. Chr. genutzt.

In Büchern erscheint die Ogham-Schrift nur selten. Sie ist vor allem in Stein geritzt: senkrechte Striche links und rechts einer Kante stehen für die einzelnen Laute. So entstanden frühe Besitz- und Grabmarkierungen in den keltischsprachigen Gebieten der Britischen Inseln.

Ein Inisfallen-Ogham-Text bringt den Geist seiner Zeit auf den Punkt: „Geld ist geehrt, ohne Geld ist niemand geliebt.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ogham

Norden vor dem Pergament

Steine, Stäbe und erste Bücher

Germanen mit frühen Schriftzeichen

Vor 800 n. Chr.

Schrift bei den Germanen

Im Norden Europas ist Schrift lange Sache der Sippe, nicht des Buches. Runen werden in Holz geritzt, in Stein geschlagen oder in Knochen gekratzt — sie markieren Besitz, beschwören Götter und halten Namen über den Tod hinaus fest.

Ogham-Zeichen an einer Steinkante

Irland & Schottland

Die Ogham-Zeichen

Links und rechts einer scharfen Kante stehen schmale Striche — jedes Bündel ein Laut. Die Ogham-Schrift ist auf die Geometrie des Steins zugeschnitten und wirkt wie eine in Granit gefräste Tabelle.

Ogham-Schrift in einem Buch

Spätere Überlieferung

Ogham im Buch

Erst im Mittelalter findet die Ogham-Schrift den Weg aufs Pergament. Mönche und Gelehrte zeichnen die Zeichen ab, ordnen sie in Tafeln und sichern so eine Schrift, die zuvor ganz an ihre Steine gebunden war.