Im 18. und 19. Jahrhundert wird Schrift zur Bürgerpflicht: Volksschulen üben deutsche Kurrent, Sonntagsschulen lehren Bibellesen, Kontore verlangen saubere Geschäftsschrift. Stahlfeder und Tinte verdrängen die Gänsefeder, später folgen Schreibmaschine und Kugelschreiber.
Im 20. Jahrhundert lässt das Dritte Reich die Fraktur fallen, die lateinische Ausgangsschrift wird Standard. Mit Computer, E-Mail und Smartphone verschiebt sich das Schreiben endgültig auf Tastaturen und Touchscreens — und die Handschrift wird zu etwas Besonderem.
