Schriftausstellung

Schrift 18.–21. Jahrhundert

Aufklärung, Industrialisierung, Schulpflicht, Computer — kein anderes Zeitalter hat das Schreiben so stark verändert. Vom Federkiel zur Tastatur ist es nur ein gutes Jahrhundert.

Im 18. und 19. Jahrhundert wird Schrift zur Bürgerpflicht: Volksschulen üben deutsche Kurrent, Sonntagsschulen lehren Bibellesen, Kontore verlangen saubere Geschäftsschrift. Stahlfeder und Tinte verdrängen die Gänsefeder, später folgen Schreibmaschine und Kugelschreiber.

Im 20. Jahrhundert lässt das Dritte Reich die Fraktur fallen, die lateinische Ausgangsschrift wird Standard. Mit Computer, E-Mail und Smartphone verschiebt sich das Schreiben endgültig auf Tastaturen und Touchscreens — und die Handschrift wird zu etwas Besonderem.

18.–21. Jahrhundert

Von der Feder zur Tastatur

Tafel deutscher Schriftformen vom 18. bis 21. Jahrhundert

Schrift-Tafel

Drei Jahrhunderte im Vergleich

Antiqua und Fraktur, Kurrent und Sütterlin, Schulausgangsschrift und vereinfachte Ausgangsschrift: die Tafel zeigt, wie viele Hände an einem einzigen Wort wie „Deutschland“ über die Jahrzehnte geschrieben haben — und wie sehr sich die Vorstellung von Lesbarkeit gewandelt hat.