Durch die Ausbreitung des Römischen Reiches gelangte die lateinische Schrift in fast ganz Europa und wurde zur Grundlage der Schrift vieler Sprachen. Doch das lateinische Alphabet allein reichte nicht aus, um alle Laute der jungen europäischen Sprachen abzubilden — es entstanden neue Buchstaben, Doppelbuchstaben und Umlaute.
Im Osten entwickelten die bulgarischen Mönche Kyrill und Method im 9. Jahrhundert eine eigene Schrift für die slawischen Sprachen — sie ist bis heute in Russland, Bulgarien und vielen ehemaligen Staaten der Sowjetunion gebräuchlich. Im Süden lieferte das griechische Alphabet die Buchstaben, die in fast jeder anderen europäischen Schrift wiederzufinden sind.
