Erst im 19. Jahrhundert entstand auf Grundlage der staufischen Dichtersprache eine harmonisierte Schreibweise des Mittelhochdeutschen, um die regionalen Unterschiede auszugleichen. Es ist eine künstliche Schriftsprache, die keiner einzelnen historischen Variante entspricht, aber Aussprache und Schreibweise verbindlich macht.
Eine kleine Lesehilfe: e, i, a werden kurz gesprochen, ê, î, â dagegen lang. Als Beispiel klingt im Hintergrund die erste Strophe von „Loibere riesen“ des Minnesängers Witzlaw von Rügen — Originalschrift, harmonisiertes Mittelhochdeutsch und moderne Schrift im Vergleich.
Für alle, die Lust haben einmal etwas mehr zu lesen, gibt es einen Vorschlag aus der Edition Tintenfass: Antoine de Saint-Exupéry / Helmut Birkhan, ISBN 978-3-937467-48-1.

